Die Wahl des richtigen Materials ist entscheidend für die Qualität der Laserbearbeitung – sei es beim Schneiden, Gravieren oder Markieren. Ich arbeite täglich mit unterschiedlichsten Werkstoffen und kenne ihre Stärken, Grenzen und Tücken im Fertigungsalltag.
Auf dieser Seite findest du eine Übersicht lasergeeigneter Materialien, die sich in der Praxis bewährt haben – technisch erprobt, wirtschaftlich einsetzbar und mit verlässlichem Ergebnis.
Ob Kunststoff, Holzwerkstoff, Schaum oder Pappe – ich nenne dir die typischen Einsatzbereiche, vermerke, ob Schnitt und/oder Gravur möglich sind, und weise auf Besonderheiten hin, die für Konstruktion oder Datenerstellung relevant sein können.
Materialbeistellung ist grundsätzlich möglich – sofern das Material geeignet ist und die technischen Spezifikationen vorliegen. Für Sonderwünsche oder Vorabtests sprich mich gern direkt an.
Hinweis zur Materialvielfalt und Testgravur
Wichtig zu wissen:
Auch wenn ein Werkstoff grundsätzlich lasergeeignet ist, können geringe Unterschiede in der Zusammensetzung, Dichte oder Oberflächenbehandlung zu abweichenden Gravur- oder Schnittergebnissen führen.
Deshalb empfehle ich – besonders bei Serien, hochwertigen Bauteilen oder beigestelltem Material – vorab einen Materialtest durchzuführen. So lassen sich Qualität, Kontrast und Toleranzen verlässlich beurteilen.
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🟦 Acrylglas (PMMA) – präzise Schnitte, klare Gravuren
Acryl ist einer der beliebtesten Werkstoffe für die Laserbearbeitung – optisch hochwertig, technisch vielseitig und gut kalkulierbar. Die Schnittkante ist glatt und glänzend, Gravuren erscheinen matt und kontrastreich. Das macht Acryl ideal für Projekte mit gestalterischem Anspruch und funktionaler Präzision.

Typische Anwendungen:
- Frontplatten, Displays, Beschilderungen
- Leuchtschilder, Prototypen, Architekturmodelle
- Gehäuseabdeckungen, mechanische Abdeckplatten
Bearbeitung:
✅ Schneiden
✅ Gravieren (bei CAST-Acryl exzellent)

Geeignete Varianten:
- gegossenes Acryl (CAST): z. B. PLEXIGLAS® GS, TroGlass, Greencast®
→ sehr gute Gravurqualität, sauberer Schnitt - extrudiertes Acryl (XT): z. B. PLEXIGLAS® XT
→ schneidbar, aber geringere Gravurtiefe – eher für einfache Konturen geeignet
Farben & Effekte:
klar, opak, satiniert, fluoreszierend – gängige Varianten sind meist kurzfristig verfügbar. Nicht alles ist lagernd, aber vieles lässt sich schnell beschaffen.
Materialstärken:
Typische Stärken von 1 mm bis 10 mm, vereinzelt bis 12 mm möglich.

Hinweis: Bei Extrusionsmaterial kann es zu Schmelzrückständen oder geringem Kontrast bei Gravuren kommen. Für hochwertige Gravuren empfiehlt sich immer CAST-Acryl.
🟫 Holz & Holzwerkstoffe – natürlich, vielseitig, laserfreundlich
Holz gehört zu den klassischsten Materialien für die CO₂-Laserbearbeitung. Es lässt sich präzise schneiden und markant gravieren, je nach Dichte, Faserrichtung und Plattenaufbau. Gerade Sperrholz bietet eine gute Kombination aus Stabilität und Bearbeitbarkeit – ideal für technische Bauteile, Musterbau oder kreative Anwendungen.

Typische Anwendungen:
- Gehäuse, Frontplatten, Konstruktionsteile
- Architekturmodelle, Holzboxen, CakeTopper
- Dekorative Gravuren, Produktträger, Kleinserienelemente
- Produkte vielerlei Art mit Holzbauteilen oder aus Holz können graviert werden
Bearbeitung:
✅ Schneiden
✅ Gravieren
Geeignete Varianten:
- Sperrholz: Birke, Pappel – sauber schneidbar, stabil und verzugsarm
- MDF (mit oder ohne Furnier): homogen, gleichmäßiges Gravurbild
- Massivholz: abhängig von Art und Struktur – z. B. Buche, Nussbaum, Ahorn
- Furnier: feine Gravuren möglich, exakter Zuschnitt z. B. für Intarsien
- HDF, Multiplex: geeignet mit Einschränkungen – abhängig von Verleimung und Plattenaufbau
Farben und Oberflächeneffekte:
naturbelassen, geölt, lackiert, furniert – Gravurergebnis variiert je nach Oberfläche.
Materialstärken:
Gängige Stärken zwischen 1 mm und 8 mm, je nach Holzart auch bis 10 mm.
Sperrholz ist besonders gut schneidbar bis 8 mm – bei Massivholz hängt die Qualität stark von Maserung und Harzanteil ab.

Verarbeitungshinweis: Bei der Bearbeitung von MDF entsteht deutlich mehr Rauch – eine leistungsfähige Absaugung ist hier essenziell. Furnierte Platten sollten auf ihre Reaktion bei Gravuren vorab getestet werden.

🟩 Kunststoffe – funktional, kontrastreich, vielfältig einsetzbar
Kunststoffe lassen sich mit dem CO₂-Laser vielseitig bearbeiten – vorausgesetzt, sie sind dafür ausgelegt. Besonders Zweischicht-Kunststoffe liefern bei der Gravur hervorragende Kontraste, während sich bestimmte Plattenwerkstoffe auch sehr gut schneiden lassen. Wichtig ist dabei: Nicht jeder Kunststoff ist geeignet – auf gesundheitsschädliche Varianten verzichte ich konsequent.

Typische Anwendungen:
- Typen- und Industrieschilder, Gerätekennzeichnungen
- Frontplatten, Skalen, Bedienfelder
- Prototypenteile, technische Abdeckungen, Laserplatten für Maschinenbau und Modellbau
Bearbeitung:
✅ Schneiden (bei geeigneten Thermoplasten)
✅ Gravieren (bei Zweischichtmaterialien mit exzellentem Kontrast)

Geeignete Kunststofftypen:
- Zweischicht-Kunststoffe: z. B. TroLase, Gravoply, Rowmark – ideal für Gravurschilder
- PETG: bedingt schneidbar, in dünner Ausführung (z. B. 1–2 mm) praktikabel
- Polycarbonat (PC): nur in sehr dünnen Varianten gravierbar – Schnitt nicht empfohlen
- PP / PE: eingeschränkt schneidbar – Gravur meist schwach kontrastierend
- PMMA (siehe Abschnitt Acryl): hervorragend für Gravur und Schnitt – besonders CAST
Farben & Effekte:
Zweischichtplatten sind in vielen Farbkombinationen erhältlich – z. B. Weiß/Schwarz, Silber/Schwarz, Gelb/Rot.
Standardkombinationen sind kurzfristig verfügbar, Sonderfarben auf Anfrage bestellbar.
Materialstärken:
Typische Stärken liegen zwischen 0,8 mm und 3,2 mm (Zweischichtkunststoffe).
Einzelne Materialien wie PETG oder PP sind auch in 5 mm lieferbar – je nach Anwendung.
Verarbeitungshinweis: Nicht alle Kunststoffe dürfen gelasert werden: ABS, PVC, POM und andere halogenhaltige oder chlorierte Kunststoffe sind ausgeschlossen – sie entwickeln beim Schneiden giftige Gase und schädigen die Maschine.
Ich verarbeite ausschließlich lasergeeignete Kunststoffe – oder prüfe dein Material vorab auf Tauglichkeit.
🟨 Papier & Karton – präzise Lösungen für Muster, Modelle und kreative Anwendungen
Ob im Modellbau, bei Präsentationsmustern oder für dekorative Elemente – Papier und Karton bieten ein breites Spektrum an Möglichkeiten.
Papierbasierte Materialien eignen sich hervorragend für die Laserbearbeitung – besonders dann, wenn es auf feine Konturen, schnelle Verarbeitung und leichte Materialien ankommt. Die geringe Dicke ermöglicht exakte Schnitte selbst bei filigranen Formen. Gravuren sind je nach Oberflächenstruktur und Materialdichte ebenfalls realisierbar.
Typische Anwendungen:
- Architekturmodelle und Verpackungsprototypen
- Passmuster, Lasercut-Layouts, Präsentationsgrafiken
- Etiketten, Schablonen, Schriftzüge, Veredelungselemente
- Deko-Objekte, Kartonagen, Stanzteile für Kleinserien
Bearbeitungsoptionen:
✅ Schneiden – sauber, präzise, auch bei feinen Geometrien
✅ Gravieren – abhängig von Dichte und Oberflächenbeschaffenheit

Geeignete Varianten:
- Graupappe / Finnpappe – stabil, gut schneidbar, auch für dickere Ausführungen geeignet
- Tonkarton / Bastelkarton – ideal für kreative und grafische Anwendungen
- Kraftpapier – hervorragend für Laserschablonen, Einleger, Verpackungslösungen
- Wellpappe – eingeschränkt nutzbar, Schnittqualität variiert je nach Wellenverlauf, dennoch in vielen Fällen praktikabel
Verfügbare Farben & Effekte:
Besonders bei Tonkarton und Designpapieren steht eine große Auswahl an Farben, Oberflächen und Prägungen zur Verfügung. Viele Standardformate sind kurzfristig beschaffbar.
Typische Materialstärken:
- Papier: 80 g/m² bis 300 g/m²
- Karton & Pappe: 0,5mm bis 4 mm, Graupappe vereinzelt auch bis 6 mm
Hinweise zur Verarbeitung: Bei großflächigen Schnitten kann es zu Papierstaub und Schmauchspuren kommen. Für Serienfertigungen empfehle ich eine anschließende Oberflächenreinigung oder eine optimierte Schnittstrategie.
Bei stark saugenden, beschichteten oder strukturierten Materialien ist ein vorheriger Gravurtest ratsam, um ein zuverlässiges Ergebnis zu gewährleisten.
🟪 Filz & Textilien – präzise Schnitte für weiche Materialien
Textile Werkstoffe und Filzmaterialien lassen sich mit dem CO₂-Laser konturgenau schneiden – ideal für Projekte, bei denen Fransen oder unsaubere Schnittkanten vermieden werden sollen. Gravuren sind ebenfalls möglich, insbesondere bei synthetischen Varianten mit gleichmäßiger Struktur.
Typische Einsatzbereiche reichen von technischen Applikationen bis zu kreativen Kleinserien – mit klarer Kante, ganz ohne Ausfransen.

Typische Anwendungsbereiche:
- Produktauskleidungen, Inlays, Werbematerialien
- Dekorationselemente, Schriftzüge, Embleme
- Textilveredelung, Label, Patch-Produktion
- Kleinserien in Manufaktur- oder Kreativproduktion
Bearbeitungsoptionen:
✅ Schneiden – saubere Kanten, kein Ausfransen
✅ Gravieren – bei synthetischen Filzen oder beschichteten Stoffen mit gutem Kontrast
Geeignete Materialien:
- Synthetischer Filz (PES-Filz, Nadelfilz): sehr gut schneidbar, gut gravierbar
- Industriefilz / Bastelfilz: je nach Mischung gut geeignet
- Baumwolle, Leinen, Jeansstoff: lassen sich schneiden, zeigen aber keine versiegelte Kante wie synthetische Materialien. Das kann – je nach Weiterverarbeitung – zu Ausfransungen führen.
- Polyestergewebe / technische Textilien: sauber schneidbar, je nach Struktur auch gravierbar
- Softshell / beschichtete Stoffe: je nach Aufbau gut gravierbar (Test empfohlen)
Farben & Effekte:
Große Farbvielfalt bei Filzplatten und Stoffen möglich. Viele Standardfarben kurzfristig verfügbar, Sonderfarben auf Anfrage.
Materialstärken:
Filz: meist zwischen 1 mm und 5 mm
Textilien: von 0,3 mm bis 1 mm, abhängig vom Trägermaterial und Gewebeaufbau
Hinweise zur Verarbeitung: Bei beschichteten Textilien oder mehrlagigen Stoffen empfehle ich einen Gravurtest, um Delaminierung oder Schatteneffekte auszuschließen.
🔲 Glas – präzise Gravuren für kontraststarke Veredelungen
Glas kann mit dem CO₂-Laser nicht geschnitten, aber sehr gut graviert werden. Dabei entsteht eine matte, raue Struktur auf der Oberfläche – ideal für Veredelungen, Kennzeichnungen oder dekorative Anwendungen. Die Gravur erfolgt berührungslos, punktgenau und ohne mechanische Belastung – das ist besonders bei dünnem oder empfindlichem Glas ein großer Vorteil.
Typische Anwendungen:
- Logos, Beschriftungen oder Muster auf Gläsern, Flaschen oder Spiegeln
- Geschenkartikel, Awards, Werbemittel mit Glasanteil
- Typen- oder Serienkennzeichnung auf technischem Glas (z. B. Sichtscheiben, Skalen)
Bearbeitungoptionen:
❌ Schneiden – nicht möglich mit CO₂-Laser
✅ Gravieren – matt, kontrastarm bis mittel, je nach Glasart

Geeignete Glasarten:
- Klarglas (Floatglas): gut gravierbar
- Spiegel (Vorder- oder Rückseitengravur): möglich – je nach gewünschtem Effekt
- Borosilikatglas / Laborglas: eingeschränkt gravierbar – Test empfohlen
- Flaschen, Trinkgläser: gravurfähig – besonders geeignet für Logos und Text
Effekte & Gestaltungsmöglichkeiten:
Die Gravur erzeugt eine matt-weiße Struktur – kontrastreich auf dunklem Untergrund oder bei beleuchteten Elementen. Je nach Glaszusammensetzung, Dicke und Beschichtung kann das Ergebnis leicht variieren.
Optional lassen sich Maskierfolien oder Nassgravurhilfen verwenden, um feinere Kanten zu erzeugen und Glasbruch zu vermeiden.
Materialstärken:
Glas wird nicht durchtrennt, daher ist die Dicke zweitrangig. Für eine gute Gravur sind flache, plane Flächen ideal – zylindrische Formen können ebenfalls graviert werden, z. B. Gläser oder Flaschen mit Rundgravurvorrichtung.
Hinweise zur Verarbeitung: Bei der Gravur kann es zu feinen Spannungsrissen kommen – diese sind optisch meist unauffällig, aber bei thermisch belastetem Glas relevant.
Spiegel werden üblicherweise rückseitig graviert, um die Beschichtung nicht zu beschädigen – je nach Aufbau und Designwunsch.
🟫 Kork & Leder – markante Gravuren für natürliche Werkstoffe
Kork und Leder bieten besondere Eigenschaften bei der Laserbearbeitung – beide sind gut gravierbar und je nach Aufbau auch schneidbar. Sie zählen zu den wenigen Naturmaterialien, bei denen der Laser durch gezielte Steuerung ästhetisch ansprechende Strukturen erzeugen kann. Das macht sie besonders interessant für Produkte mit haptischem Anspruch, Branding oder Kleinserien.
Typische Anwendungsbereiche:
- Branding von Leder-Accessoires oder Manufakturartikeln
- Korkelemente in Verpackungen, Displays, Give-aways
- Buchcover, Etiketten, Patch-Produktionen
- Dekoartikel oder technische Einsätze aus Naturwerkstoffen
Bearbeitungsoptionen:
✅ Schneiden – je nach Materialdicke und Struktur möglich
✅ Gravieren – kontrastreich, charaktervoll
Geeignete Materialien:
- Naturkorkplatten: gut schneidbar, Gravur ergibt kontrastreiche Vertiefung
- Presskork / Korkverbundstoffe: bedingt geeignet – je nach Bindemittel
- Leder (vegetabil gegerbt): sehr gut gravier- und schneidbar
- Chrom- oder synthetisch gegerbtes Leder: nicht geeignet – gesundheitsschädlich beim Lasern
- Lederimitate: teilweise lasergeeignet – Test erforderlich)
Farben & Effekte:
Kork erscheint nach der Gravur deutlich dunkler – mit rustikalem, natürlichem Charakter.
Ledergravuren sind dauerhaft und wirken je nach Oberfläche fein bis tief.
Farbige Echtleder oder Laserkunstleder können besondere Kontraste liefern – nach Absprache.

Materialstärken:
- Kork: meist zwischen 1 mm und 6 mm
- Leder: typischerweise zwischen 1 mm und 3 mm
- Schnittqualität hängt stark von Dichte und Struktur ab
Hinweise zur Verarbeitung:
- Kork kann je nach Dichte und Bindemittel leicht ausfransen – für präzise Kanten sind klare Vektoren und angepasste Parameter entscheidend
- Nur vegetabil gegerbtes Leder ist für die Laserbearbeitung unbedenklich – bei allen anderen Sorten benötige ich vorher die Angaben über die Zusammensetzung
🟥 Metall (beschichtet & unbeschichtet) – präzise Markierung statt Schnitt
Metalle lassen sich mit meinem CO₂-Laser nicht schneiden, aber sehr gut gravieren oder markieren, sofern die Oberfläche dafür geeignet ist. Durch spezielle Beschichtungen oder Zusatzmittel entstehen dauerhafte, kontraststarke Markierungen – ideal für Typenschilder, technische Kennzeichnungen oder Gerätebeschriftungen.
Typische Anwendungsbereiche:
- Seriennummern, Typenschilder, Gerätekennzeichnungen
- Logos, Skalen, Symbolik auf Maschinenbauteilen
- Markierungen auf Edelstahlplatten oder eloxierten Gehäusen
- Technische Beschriftungen auf Frontplatten oder Einbauteilen
- Werbemittel mit Metallkomponenten – z. B. Thermosflaschen oder Becher
Bearbeitungsoptionen:
❌ Schneiden – nicht möglich mit CO₂-Laser
✅ Gravieren – auf beschichteten oder eloxierten Oberflächen
✅ Markieren – z. B. auf Edelstahl mit Lasermarkiermittel

Geeignete Materialien
- Eloxiertes Aluminium: Gravur entfernt die Oxidschicht → heller, abriebfester Kontrast
- Edelstahl: mit Lasermarkiermittel markierbar – tiefschwarz, dauerhaft
- Lackierte Metallplatten: Gravur trägt die Farbschicht ab, Trägermaterial tritt hervor
- Messing, Kupfer, Stahl (blank): nur mit Zusatzmittel markierbar – keine direkte Gravur
- Pulverbeschichtete Oberflächen: je nach Zusammensetzung gravierbar – Test empfohlen
Farben & Effekte
- Eloxalgravur: hell auf dunkel, sehr fein und langlebig
- Laserpaste-Markierung: tiefschwarz, eingebrannt, abriebfest
- Lackabtrag: je nach Farbschicht sichtbar – für Design oder Kennzeichnung nutzbar

Materialstärken:
Nicht relevant für CO₂-Gravur – entscheidend ist die Beschichtung und Oberflächenqualität.
Flache, plane Teile ermöglichen die besten Ergebnisse.
Hinweise zur Verarbeitung:
- Unbeschichtete Metalle benötigen zur Markierung ein Zusatzmittel – das erhöht die Prozesszeit, liefert aber beständige Ergebnisse
- Pulverbeschichtungen verhalten sich je nach Zusammensetzung unterschiedlich – ein Materialtest ist empfehlenswert
- Bei beigestelltem Material ist eine Testgravur oder Rückseitenmarkierung sinnvoll, um die Optik vorab zu prüfen

🟧 Schaumstoffe – maßgenau geschnitten für Schutz und Passung
Schaumstoffe lassen sich mit dem CO₂-Laser sehr präzise schneiden, solange Materialtyp, Zellstruktur und Dicke berücksichtigt werden. Typisch sind Koffereinlagen, Verpackungspolster oder technische Einsätze, bei denen es auf Passform, Dämpfung oder Materialgewicht ankommt. Gravuren sind bei vielen Sorten nur flach oder mit eingeschränktem Kontrast möglich.
Typische Anwendungsbereiche:
- Koffereinlagen, Werkzeugeinlagen, Produktverpackungen
- Dämpfungselemente, Abstandshalter, technische Einlagen
- Schaumstoffteile für Modellbau oder Präsentationen
- Zuschnitte für Versand, Messebau oder Kleinserien
Bearbeitungsoptionen:
✅ Schneiden – je nach Zellstruktur sauber und maßhaltig
⚠️ Gravieren – nur bei bestimmten Materialien sinnvoll (meist flach)
Geeignete Materialien:
- PE-Schaum (z. B. Plastazote®): sehr gut schneidbar, maßhaltig, strukturstabil
- EVA-Schaum: beliebt im Prototypen- und Cosplay-Bereich, gut formbar
- PU-Schaum: weich, aber schmelzanfällig – nur eingeschränkt geeignet
- Moosgummi: gut schneidbar, Gravur abhängig von Zusammensetzung
Farben & Effekte:
Standardfarben wie Schwarz, Grau, Blau und Anthrazit sind meist kurzfristig verfügbar.
Gravuren erzeugen eher matte Strukturen als starke Kontraste – abhängig vom Zelltyp.
Materialstärken:
Typisch: 2 mm bis 20 mm, bei Sonderanwendungen auch mehrlagig.
Dicke Materialien erfordern ggf. mehrere Durchgänge oder angepasste Schnittgeschwindigkeit.
Hinweise zur Verarbeitung:
- Offenzellige oder stark weiche Schäume neigen beim Lasern zum Schmelzen oder Ausgasen – ein Vorabtest ist empfehlenswert
- Bei Serien oder technischen Zuschnitten lohnt sich die Abstimmung mit Konstruktionsdaten (z. B. als DXF oder STEP)
- Die Kanten können leicht verkohlen – abhängig von Materialdichte und Energieeintrag
🟩 Sondermaterialien – für Spezialanwendungen und kreative Lösungen
Neben den klassischen Werkstoffen verarbeite ich regelmäßig spezielle Materialien, die gezielt für die Laserbearbeitung entwickelt wurden oder sich in der Praxis bewährt haben. Diese Sondermaterialien ermöglichen hochpräzise Gravuren, funktionale Anwendungen oder kreative Individualisierungen – oft dort, wo Standardlösungen an Grenzen stoßen.
Typische Anwendungen:
- Stempelherstellung, technische Markierungen, Veredelungen
- Gravur auf Spezialoberflächen, z. B. eloxiertem Aluminium
- Kleinserienfertigung mit funktionsspezifischem Material
Bearbeitungsoptionen:
✅ Gravieren – kontrastreich, dauerhaft, funktional
✅ Schneiden – nur bei ausgewählten Materialien möglich
Beispiele für Sondermaterialien:
- LaserRubber: speziell entwickeltes Gummimaterial für Stempelgravur – sauber, tief, kontrastreich
- beschichtetes MDF oder farbige Sperrhölzer: dekorativ, mit Einschränkungen gravierbar
Farben & Effekte:
Diese Materialien bieten häufig besondere Effekte – z. B. strukturierte Gravuren oder sichtbare Kontrastverläufe. Viele Varianten sind kurzfristig verfügbar oder projektbezogen bestellbar.
Typische Materialstärken:
Sehr unterschiedlich – von 0,8 mm (LaserRubber) bis 10 mm (beschichtetes Holz oder MDF)
Verfügbarkeit richtet sich nach Materialtyp und Projektanforderung.
Hinweise zur Verarbeitung:
- LaserRubber erzeugt bei tiefer Gravur stärkeren Geruch und Staubbelastung – wird aber effizient und materialschonend bearbeitet
- Kombinationen wie MDF mit Folien oder Farbschichten erfordern saubere Schnittdaten – sonst kann sich die Oberfläche ablösen
- Sondermaterialien sollten vorab getestet werden, insbesondere bei dekorativen oder funktionalen Anforderungen
🟥 Diese Materialien sollten nicht mit dem CO₂-Laser bearbeitet werden
Einige Werkstoffe sind gesundheitsschädlich oder gefährlich, wenn sie mit einem CO₂-Laser bearbeitet werden. Andere verursachen Ablagerungen oder Schäden an der Lasertechnik. Um Material, Maschine und Gesundheit zu schützen, schließe ich diese Stoffe konsequent von der Bearbeitung aus.
❌ Nicht lasergeeignet – wegen Schadstoff- oder Schadensrisiko::
- PVC (Polyvinylchlorid): entwickelt Chlorwasserstoffgas – ätzend & korrosiv
- ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol): starke Rauch- und Rußentwicklung, gesundheitlich bedenklich
- POM (Polyoxymethylen, z. B. Delrin®): zersetzt sich in Formaldehyd – giftig beim Einatmen
- Faserverbundwerkstoffe mit Harzanteil (z. B. GFK, CFK): freigesetzte Partikel & Harzdämpfe gefährlich
- Metallschäume oder reflektierende Metalle: nicht schneidbar mit CO₂-Laser – Risiko für Spiegelreflexion
- Unbekannte Mischmaterialien oder beschichtete Träger: ohne Spezifikation keine Bearbeitung möglich
Hinweis für beigestelltes Material
- Wenn du ein Material liefern möchtest, das nicht eindeutig spezifiziert ist, prüfe ich es vorab. In Zweifelsfällen empfehle ich, keine Laserbearbeitung durchzuführen, bis eine eindeutige Freigabe möglich ist.
Du hast ein konkretes Projekt oder ein Wunschmaterial?
Ob Entwicklung, Produktveredelung oder Fertigung: Ich unterstütze dich gern dabei, das passende Material zu wählen, technische Details zu klären oder eine Testgravur durchzuführen.
Gemeinsam prüfen wir, was sinnvoll machbar ist – und wie schnell du dein Ergebnis bekommst.







